Gebündelte Kapazität für Großrisiken: Die VGG-Lösung von SV und VKB

Februar 2026

Mit der Versicherergemeinschaft Großkunden (VGG) stärken die SV und die VKB ihre Position im Industriegeschäft und schaffen zusätzliche Kapazitäten für industrielle Großrisiken in der Haftpflichtversicherung. Für Maklerinnen und Makler entstehen damit erweiterte Möglichkeiten, komplexe Risiken mit hohen Wertkonzentrationen in belastbare Versicherungsstrukturen einzubringen.

Großrisiken erfordern aufgrund technologischer Entwicklungen, komplexer Produktionsprozesse sowie großer finanzieller und produktspezifischer Abhängigkeiten sehr individuelle Lösungen. Um speziell diesen Industrieunternehmen langfristig stabile und leistungsfähige Versicherungslösungen anbieten zu können, haben sich die SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung AG, Stuttgart, und der Bayerische Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft, München, unter gesamtschuldnerischer Haftung beider Partner zur Versicherergemeinschaft Großkunden (VGG) zusammengeschlossen.

Damit bietet die VGG gebündelte Kapazität in der Haftpflichtversicherung, kombiniert mit ausgezeichnetem Service und hoher Finanzkraft. Ansprechpartner für Anfragen bleiben die jeweils zuständigen Mitarbeitenden der Gesellschaften. Angebote werden durch die VGG, vertreten durch den jeweiligen Partner, abgegeben; die Verträge werden entsprechend gezeichnet und geführt.

Erweiterter Zeichnungsbereich und Risikoappetit in der Haftpflicht

Mit der VGG werden die Möglichkeiten zur Einbringung industrieller Haftpflichtrisiken erweitert, sowohl in Bezug auf die Kapazität als auch auf den Zeichnungsbereich einbringbarer Risiken.

Eingebracht werden können Risiken:

  • aus dem Bereich produzierende Betriebe und Großhandel (Industriekunden) mit einem Umsatz über 250 Mio. Euro,
  • in den Produktgruppen Betriebshaftpflichtversicherung, Produkthaftpflichtversicherung (inkl. IT-Baustein), Umweltversicherung (UHV, USV) sowie Rückrufkostenversicherung (einschließlich Kfz),
  • mit einem im Inland ansässigen Versicherungsnehmer („German Linked Business“), also zur Begleitung deutscher Unternehmen ins Ausland,
  • mit Fokus auf Beteiligungen sowie Exzedenten- und Layerdeckungen.

Damit adressiert die VGG gezielt das Segment der industriellen Großkunden, bei denen erhöhte Kapazitäten in der Haftpflicht und klar definierte Strukturen im Vordergrund stehen.

Kapazitäten im Überblick

Durch eine neue Rückversicherungsvereinbarung stehen in der VGG aktuell folgende Kapazitäten zur Verfügung:

  • Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung (BHV/Prod.HV): 50 Mio. €
  • Umwelthaftpflichtversicherung (UHV): 50 Mio. €
  • Umweltschadensversicherung (USV): 50 Mio. €
  • Produkterückrufversicherung: 20 Mio. €
  • Kfz-Rückrufkostenversicherung: 20 Mio. €
  • Zession / aktive Rückversicherung ausländischer lokaler Deckungen: 2 Mio. €

Damit können industrielle Haftpflichtrisiken mit deutlich erhöhter Kapazität abgesichert und in anspruchsvolle Platzierungen integriert werden.

Klare Rahmenbedingungen und Einschränkungen

Der Zeichnungsrahmen der VGG ist klar definiert. Nicht vorgesehen sind:

  • Alleinzeichnung oder Führung internationaler integrierter Haftpflichtprogramme.
  • Zession / aktive Rückversicherung ausländischer lokaler Deckungen außerhalb der EU bzw. der Schweiz.

FOS-Lösungen in EU-Ländern sind in Alleinzeichnung möglich, bevorzugt wird jedoch eine Einbindung über Master-Cover-Strukturen.

Was heißt das für Maklerinnen und Makler?

Für Maklerinnen und Makler bedeutet dies: Die VGG bietet einen klar umrissenen, belastbaren Rahmen für Großrisiken mit gebündelter Kapazität, definiertem Risikoappetit und der Finanzkraft zweier starker Partner.